Tryptophan und Risiko für zukünftigen Typ-2-Diabetes

Chinesische Wissenschaftler untersuchten bei Teilnehmern der Shanghai-Diabetes-Studie, inwieweit die Konzentration von Tryptophan mit dem späteren Auftreten von Typ-2-Diabetes zusammenhing. Patienten mit höheren Tryptophanspiegeln zeigten tendenziell ein höheres Ausmaß an Insulinresistenz, erhöhte Triglyceride und einen erhöhten Blutdruck. Die Autoren der Studie halten also Tryptophan für einen Marker, der mit dem Diabetesrisiko in der chinesischen Bevölkerung assoziiert ist.

Referenz:
Chen T et al.: Tryptophan Predicts the Risk for Future Type 2 Diabetes. PLoS One. 2016 Sep 6;11(9):e0162192.

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Verzweigtkettige Aminosäuren und Typ-2-Diabetes

US-Wissenschaftler untersuchten anhand von Daten der Nurses`Health Study und der Health Professionals Follow-up Study, ob die Aufnahme der verzweigtkettigen Aminosäuren das Risiko für Typ-2-Diabetes beeinflusste. Die Auswertung der Daten zeigte, dass eine hohe Aufnahme von verzweigtkettigen Aminosäuren mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert war.

Referenz:
Zheng Y et al.: Cumulative consumption of branched-chain amino acids and incidence of type 2 diabetes. Int J Epidemiol. 2016 Jul 13. pii: dyw143.

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N-Acetylcystein (NAC) bei Morbus Parkinson

US-Wissenschaftler untersuchten in einem Zellkulturversuch den Einfluss von N-Acetylcystein auf das Überleben dopaminerger Neurone. Das Ergebnis der Studie zeigte erstmalig einen direkten Effekt von NAC auf das dopaminerge System bei Parkinsonpatienten. Bei Patienten, die mit NAC behandelt wurden, konnte eine erhöhte Bindung des Dopamintransporters im Nukleos caudatus und Putanem nachgewiesen werden.

Referenz:
Monti DA et al.: N-Acetyl Cysteine May Support Dopamine Neurons in Parkinson’s Disease: Preliminary Clinical and Cell Line Data. PLoS One. 2016 Jun 16;11(6):e0157602.

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Citrullin bei Fettleber

In einem Übersichtsartikel beschäftigten sich französische Wissenschaftler mit einer möglichen therapeutischen Rolle von Citrullin. Es gebe einige Beweise dafür, dass die Citrullinversorgung mit der Entwicklung der Fettlebererkrankung assoziiert sei, da Citrullin die pathophysiologischen Mechanismen dieses Krankheitsbildes beeinflussen könne.  Allerdings seien zur genaueren Beurteilung noch genauere Studien erforderlich.

Referenz:
Jegatheesan P et al.: Hepatic steatosis: a role for citrulline. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2016 Jul 1.

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Arginin verbessert Endothelfunktion

Wissenschaftler aus Frankreich untersuchten den Effekt einer niedrigen Dosis von Arginin, welches zeitverzögert freigesetzt wurde. Die Studie wurde an gesunden übergewichtigen Personen durchgeführt. Es zeigte sich, dass eine Supplementierung mit niedrig-dosiertem Arginin eine endotheliale Dysfunktion nach dem Essen verbesserte, wenn die Plasma-Arginin-Konzentrationen relativ niedrig waren. Der Vorteil der Argininsupplementierung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass bei übergewichtigen Personen die endogene Stickoxidbildung aus Arginin nach dem Essen vermindert ist.

Referenz:
Ambre Deveaux et al.: l-Arginine Supplementation Alleviates Postprandial Endothelial Dysfunction When Baseline Fasting Plasma Arginine Concentration Is Low: A Randomized Controlled Trial in Healthy Overweight Adults with Cardiometabolic Risk Factors1,2,3. © 2016 American Society for Nutrition, First published June 8, 2016, doi: 10.3945/jn.115.227959

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Antientzündlicher Effekt von Taurin

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 30 Patienten mit schweren Verbrennungen den Effekt einer Taurineinnahme. Die Hälfte der Verbrennungspatienten erhielt über einen Zeitraum von 10 Tagen zusätzlich 50 mg Taurin pro Kilogramm Körpergewicht. In der Tauringruppe kam es zu einem deutlichen Anstieg der Konzentration des antiinflammatorischen Zytokins Interleukin 10. Dieser Effekt war umso ausgeprägter, je größer die verbrannte Körperoberfläche war.

Referenz:
Sima Lak, Alireza Ostadrahimi et al.: Anti-Inflammatory Effect of Taurine in Burned Patients; Adv Pharm Bull, 2015, 5(4), 531-536

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Verzweigtkettige Aminosäuren und Ornithinaspartat bei körperlicher Belastung

Die Verabreichung verzweigtkettiger Aminosäuren ist eine häufig angewandte Maßnahme zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Wissenschaftler aus Polen stellten aber nach Gabe von verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA`s) nur eine geringe Verbesserung der Ermüdung fest. Sie vermuteten, dass eine Erhöhung des Ammoniaks infolge des Aminosäurenstoffwechsels den günstigen Effekt der BCAA`s auf die psychomotorische Verfassung vermindern könnte. Aus diesem Grund kombinierten sie verzweigtkettige Aminosäuren mit Ornithinaspartat, einer Ammoniak-senkenden Substanz. Sie konnten nachweisen, dass die Kombination von BCAA`s und Ornithinaspartat die psychomotorische Verfassung von gesunden Männern nach Ergometertraining deutlich verbesserte.

Referenz:
Mikulski T, Dabrowski J, et al.: Effects of supplementation with branched chain amino acids and ornithine aspartate on plasma ammonia and central fatigue during exercise in healthy men; Folia Neuropathol. 2015;53(4):377-86.

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Einfluss von BCAA´s und Tyrosin auf Muskelvolumen und Zuckerstoffwechsel

Es ist bekannt, dass Metabolite des Aminosäurenstoffwechsels, einschließlich der verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA´s) und Tyrosin, den Zuckerstoffwechsel beeinflussen. Wissenschaftler aus Japan untersuchten den Zusammenhang bei gesunden Versuchspersonen, die weder Prädiabetes, noch Diabetes, noch Adipositas aufwiesen. Das Muskelvolumen sowie die Serumkonzentrationen der BCAA´s und von Tyrosin waren bei den Männern höher als bei den Frauen. Die Konzentrationen der BCAA´s korrelierten positiv mit dem Muskelvolumen, dem Nüchternblutzucker und der Nüchterninsulinkonzentration. Sie korrelierten negativ mit der HOMA-Insulinresistenz. Die Tyrosinkonzentration korrelierte positiv mit der Nüchterninsulinkonzentration.

Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Insulinsensivität und das Muskelvolumen bei Personen ohne Diabetes positiv mit der Konzentration der BCAA´s assoziiert sind.

Referenz:
Honda T,Kobayashi Y et al.: Associations among circulating branched-chain amino acids and tyrosine with muscle volume and glucose metabolism in individuals without diabetes; Nutrition. 2015 Dec 8. pii: S0899-9007(15)00464-5.

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Glutamineinnahme bei kolorektalem Karzinom und Kolonkarzinom

Wissenschaftler aus dem Iran publizierten einen systematischen Übersichtsartikel über den Effekt einer Glutamingabe bei Patienten mit Kolonkarzinom und kolorektalem Karzinom. In die Übersichtsarbeit wurden neun randomisierte Doppelblindstudien aufgenommen. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine Glutaminsupplementierung bei Darmkrebspatienten einige Komplikationen der Chemotherapie reduzieren konnte, wie z.B. eine Entzündung der Darmschleimhaut. Außerdem führte die Glutamingabe zu einer Verbesserung  der Wundheilung nach chirurgischen Eingriffen und zu einer Verbesserung der Stickstoffbilanz des Immunsystems.

Referenz:
Jolfaie NR, Mirzaie S et al.: The effect of glutamine intake on complications of colorectal and colon cancer treatment: A systematic review; J Res Med Sci. 2015 Sep;20(9):910-8.

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Supplementierung vermindert Blutdruck

Wissenschaftler aus China untersuchten, ob eine Taurinsupplementierung in der Behandlung einer Hypertonie oder Prähypertonie vorteilhaft ist. In einer randomisierten Doppelblindstudie untersuchten sie den Einfluss von Taurin auf den Blutdruck und auf die Gefäßfunktion bei Patienten mit hochnormalem Blutdruck. Die Supplementierung von Taurin zeigte einen antihypertensiven Effekt. Zusätzlich konnte nachgewiesen werden, dass Taurin die endothelabhängige und endothelunabhängige Vasodilation verbesserte. Taurin erhöhte die Plasmakonzentration von Hydrogensulfit.

Referenz:
Sun Q, Wang B et al.: Taurine Supplementation Lowers Blood Pressure and Improves Vascular Function in Prehypertension: Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study; Hypertension. 2016 Mar;67(3):541-9

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