Arginin verbessert Endothelfunktion

Wissenschaftler aus Frankreich untersuchten den Effekt einer niedrigen Dosis von Arginin, welches zeitverzögert freigesetzt wurde. Die Studie wurde an gesunden übergewichtigen Personen durchgeführt. Es zeigte sich, dass eine Supplementierung mit niedrig-dosiertem Arginin eine endotheliale Dysfunktion nach dem Essen verbesserte, wenn die Plasma-Arginin-Konzentrationen relativ niedrig waren. Der Vorteil der Argininsupplementierung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass bei übergewichtigen Personen die endogene Stickoxidbildung aus Arginin nach dem Essen vermindert ist.

Referenz:
Ambre Deveaux et al.: l-Arginine Supplementation Alleviates Postprandial Endothelial Dysfunction When Baseline Fasting Plasma Arginine Concentration Is Low: A Randomized Controlled Trial in Healthy Overweight Adults with Cardiometabolic Risk Factors1,2,3. © 2016 American Society for Nutrition, First published June 8, 2016, doi: 10.3945/jn.115.227959

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Antientzündlicher Effekt von Taurin

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 30 Patienten mit schweren Verbrennungen den Effekt einer Taurineinnahme. Die Hälfte der Verbrennungspatienten erhielt über einen Zeitraum von 10 Tagen zusätzlich 50 mg Taurin pro Kilogramm Körpergewicht. In der Tauringruppe kam es zu einem deutlichen Anstieg der Konzentration des antiinflammatorischen Zytokins Interleukin 10. Dieser Effekt war umso ausgeprägter, je größer die verbrannte Körperoberfläche war.

Referenz:
Sima Lak, Alireza Ostadrahimi et al.: Anti-Inflammatory Effect of Taurine in Burned Patients; Adv Pharm Bull, 2015, 5(4), 531-536

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Verzweigtkettige Aminosäuren und Ornithinaspartat bei körperlicher Belastung

Die Verabreichung verzweigtkettiger Aminosäuren ist eine häufig angewandte Maßnahme zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Wissenschaftler aus Polen stellten aber nach Gabe von verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA`s) nur eine geringe Verbesserung der Ermüdung fest. Sie vermuteten, dass eine Erhöhung des Ammoniaks infolge des Aminosäurenstoffwechsels den günstigen Effekt der BCAA`s auf die psychomotorische Verfassung vermindern könnte. Aus diesem Grund kombinierten sie verzweigtkettige Aminosäuren mit Ornithinaspartat, einer Ammoniak-senkenden Substanz. Sie konnten nachweisen, dass die Kombination von BCAA`s und Ornithinaspartat die psychomotorische Verfassung von gesunden Männern nach Ergometertraining deutlich verbesserte.

Referenz:
Mikulski T, Dabrowski J, et al.: Effects of supplementation with branched chain amino acids and ornithine aspartate on plasma ammonia and central fatigue during exercise in healthy men; Folia Neuropathol. 2015;53(4):377-86.

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Einfluss von BCAA´s und Tyrosin auf Muskelvolumen und Zuckerstoffwechsel

Es ist bekannt, dass Metabolite des Aminosäurenstoffwechsels, einschließlich der verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA´s) und Tyrosin, den Zuckerstoffwechsel beeinflussen. Wissenschaftler aus Japan untersuchten den Zusammenhang bei gesunden Versuchspersonen, die weder Prädiabetes, noch Diabetes, noch Adipositas aufwiesen. Das Muskelvolumen sowie die Serumkonzentrationen der BCAA´s und von Tyrosin waren bei den Männern höher als bei den Frauen. Die Konzentrationen der BCAA´s korrelierten positiv mit dem Muskelvolumen, dem Nüchternblutzucker und der Nüchterninsulinkonzentration. Sie korrelierten negativ mit der HOMA-Insulinresistenz. Die Tyrosinkonzentration korrelierte positiv mit der Nüchterninsulinkonzentration.

Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Insulinsensivität und das Muskelvolumen bei Personen ohne Diabetes positiv mit der Konzentration der BCAA´s assoziiert sind.

Referenz:
Honda T,Kobayashi Y et al.: Associations among circulating branched-chain amino acids and tyrosine with muscle volume and glucose metabolism in individuals without diabetes; Nutrition. 2015 Dec 8. pii: S0899-9007(15)00464-5.

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Glutamineinnahme bei kolorektalem Karzinom und Kolonkarzinom

Wissenschaftler aus dem Iran publizierten einen systematischen Übersichtsartikel über den Effekt einer Glutamingabe bei Patienten mit Kolonkarzinom und kolorektalem Karzinom. In die Übersichtsarbeit wurden neun randomisierte Doppelblindstudien aufgenommen. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine Glutaminsupplementierung bei Darmkrebspatienten einige Komplikationen der Chemotherapie reduzieren konnte, wie z.B. eine Entzündung der Darmschleimhaut. Außerdem führte die Glutamingabe zu einer Verbesserung  der Wundheilung nach chirurgischen Eingriffen und zu einer Verbesserung der Stickstoffbilanz des Immunsystems.

Referenz:
Jolfaie NR, Mirzaie S et al.: The effect of glutamine intake on complications of colorectal and colon cancer treatment: A systematic review; J Res Med Sci. 2015 Sep;20(9):910-8.

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Supplementierung vermindert Blutdruck

Wissenschaftler aus China untersuchten, ob eine Taurinsupplementierung in der Behandlung einer Hypertonie oder Prähypertonie vorteilhaft ist. In einer randomisierten Doppelblindstudie untersuchten sie den Einfluss von Taurin auf den Blutdruck und auf die Gefäßfunktion bei Patienten mit hochnormalem Blutdruck. Die Supplementierung von Taurin zeigte einen antihypertensiven Effekt. Zusätzlich konnte nachgewiesen werden, dass Taurin die endothelabhängige und endothelunabhängige Vasodilation verbesserte. Taurin erhöhte die Plasmakonzentration von Hydrogensulfit.

Referenz:
Sun Q, Wang B et al.: Taurine Supplementation Lowers Blood Pressure and Improves Vascular Function in Prehypertension: Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study; Hypertension. 2016 Mar;67(3):541-9

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Glutaminsäure und Risiko für kolorektales Karzinom

Im Rahmen der Rotterdamstudie wurde untersucht, inwieweit die Aufnahme von Gutaminsäure das Darmkrebsrisiko beeinflusst. Dabei zeigte sich, dass die Aufnahme von Glutaminsäure signifikant mit einem niedrigeren Risiko für das kolorektale Karzinom assoziiert war. Dieser Zusammenhang wurde aber hauptsächlich für nicht übergewichtige Personen nachgewiesen.

Referenz:
Viana Veloso GG, Franco OH et al.: Baseline dietary glutamic acid intake and the risk of colorectal cancer: The Rotterdam study; Cancer. 2015 Dec 30. doi: 10.1002/cncr.29862

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Aminosäuren und Blutdruck

Britische Wissenschaftler fanden heraus, dass eine höhere Proteinaufnahme einen günstigen Effekt auf die Gefäßfunktion hat. Eine größere Aufnahme von Glutaminsäure, Leucin und Tyrosin war am stärksten mit der Pulswellengeschwindigkeit assoziiert. Eine höhere Aufnahme von Aminosäuren aus pflanzlichen Quellen war mit niedrigerem zentralen Blutdruck verbunden. Die Größenordnung der beobachteten Zusammenhänge war durchaus vergleichbar mit anderen Lifestylefaktoren. Eine vermehrte Aufnahme dieser Aminosäuren könnte also eine bedeutende und leicht verfügbare Möglichkeit sein, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermindern.

Referenz:
Jennings A, MacGregor A et al.: Amino Acid Intakes Are Inversely Associated with Arterial Stiffness and Central Blood Pressure in Women; J Nutr. 2015 Sep;145(9):2130-8. doi: 10.3945/jn.115.214700.

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Aminosäurenaufnahme bei älteren Menschen

Wissenschaftler aus Neuseeland bestimmten die Plasma-Aminosäuren-Konzentrationen nach einer proteinreichen Mahlzeit. Sie konnten aufzeigen, dass die Proteinaufnahme bei den älteren Erwachsenen deutlich langsamer war als bei den jüngeren Studienteilnehmern. Die höchsten Konzentrationen der essentiellen und verzweigtkettigen Aminosäuren wurde bei den jüngeren Erwachsenen eine Stunde nach der Nahrungsaufnahme festgestellt, während bei den älteren Erwachsenen der Spitzenwert erst drei Stunden nach der Mahlzeit erreicht wurde. Die verzögerte Aufnahme der Aminosäuren könnte die Proteinsynthese in der alternden Muskulatur verhindern oder zumindest verzögern.

Referenz:
A.M.Milan, R.F.D’Souza et al.: Older adults have delayed amino acid absorption after a high protein mixed breakfast meal; The journal of nutrition, health & aging, First online: 09 March 2015

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Aminosäurenmischung stimuliert Fettstoffwechsel

Japanische Wissenschaftler untersuchten den Effekt einer Aminosäurenmischung auf die Fettverbrennung. Die Mischung bestand aus den Aminosäuren Arginin, Alanin und Phenylalanin. Sie konnten nachweisen, dass die Einnahme von drei Gramm dieser Mischung vor einer körperlichen Anstrengung den Fettstoffwechsel stimuliert. Die genannte Aminosäurenmischung könnte also in Zusammenhang mit einer körperlichen Aktivität eine sinnvolle Ernährungsstrategie zur Verbesserung der Fettverbrennung sein.

Referenz:
Ueda K1, Nakamura Y et al.: Amino Acid Mixture Enriched with Arginine, Alanine, and Phenylalanine Stimulates Fat Metabolism During Exercise; Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2015 Aug 3.

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