Vitamin B6 ist essenziell für die Serinsynthese

Forscher aus den Niederlanden konnten in einem Zellkulturversuch mit Nervenzellen nachweisen, dass bei einem Vitamin-B6-Mangel die Synthese von Serin signifikant reduziert war. Dies führte dazu, dass auch die Bildung von Glycin und 5-Methyltetrahydrofolat vermindert war. Vitamin B6 ist also essenziell für die Serinsynthese und die Neubildung von Serin. Außerdem spielt Vitamin B6 eine zentrale Rolle zur Aufrechterhaltung der intrazellulären Serin- und Glycinspiegel. Diese Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass die Serin- und Glycinkonzentrationen im Gehirn bei Patienten mit Vitamin-B6-responsiver Epilepsie vermindert sein könnten.

Referenz:
Ramos RJ, Pras-Raves ML et al.: Vitamin B6 is essential for serine de novo biosynthes; J Inherit Metab Dis. 2017 Aug 11. doi: 10.1007/s10545-017-0061-3

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Vortrag in Schweinfurt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Vortrag

Warum Mikronährstoffe für die Herzgesundheit so wichtig sind

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind immer noch die Todesursache Nummer eins. Neben einem gesunden Lebensstil ist die bedarfsgerechte Versorgung mit Mikronährstoffen, zu denen u. a. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren gehören, die Grundvoraussetzung für die Gesunderhaltung des Herz-Kreislauf-Systems.

Warum das so ist, wird in diesem Vortrag eindrücklich erläutert – insbesondere an den drei wichtigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit. Außerdem wird auf die Möglichkeit der Labordiagnostik eingegangen, um Mikronährstoffmängel zu erkennen und zu beheben.

Wir laden Sie recht herzlich zu unserem Vortrag ein:

»Mikronährstoffmedizin
bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen«

Wann:
Freitag, den 24.11.2017
Wo:
Panoramahotel Schweinfurt, Am Oberen Marienbach 1
in 97421 Schweinfurt
Referent:
Dr. med. Hans-Günter Kugler
von der Praxis für Mikronährstoffmedizin, DCMS GmbH

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Der Vortrag ist kostenfrei.
Bild: © psdesign1/fotolia.com

 

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Tryptophan moduliert Schmerzwahrnehmung

Zur Behandlung chronischer Schmerzen werden auch Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eingesetzt. Schon aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass das serotonerge System eine bedeutende Rolle für die Schmerzwahrnehmung spielt. Britische Wissenschaftler führten bei 15 gesunden Versuchspersonen einen Tryptophandepletionstest durch und untersuchten die Reizschwelle für Schmerzen bei Hitze. Eine experimentell herbeigeführte Verminderung der Tryptophankonzentration führte zu einer Senkung der Reizschwelle für Temperaturreize. Je stärker die Tryptophankonzentration abfiel, umso niedriger lag die Schwelle für schmerzhafte Hitzereize. Dabei waren diese Effekte völlig unabhängig vom Einfluss der Tryptophandepletion auf die Stimmungslage.

Referenz:
Martin SL, Power A et al.: 5-HT modulation of pain perception in humans; Psychopharmacology (Berl). 2017 Aug 10. doi: 10.1007/s00213-017-4686-6.

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Abnorme Aminosäurenprofile bei verschiedenen Stoffwechselstörungen

Bei verschiedenen Stoffwechselstörungen wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom wurden die Aminosäurenkonzentrationen im Serum bestimmt. Außerdem wurde eine Metaanalyse einschließend 47 Fallkontrollstudien durchgeführt. Ziel war die Klärung von Aminosäurendifferenzen bei Adipositas, Typ-2-Diabetes und metabolsichem Syndrom. Im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen waren bei den Patienten mit den genannten Stoffwechselstörungen 14 Aminosäurenkonzentrationen signifikant verändert. Am häufigsten führte Adipositas zu Veränderungen der Aminosäurenkonzentrationen, gefolgt von metabolischem Syndrom und Typ-2-Diabetes. Valin, Isoleucin, Glutaminsäure und Prolin waren bei allen Stoffwechselstörungen erhöht, während Glycin vermindert war.

Referenz:
Okekunle AP et al.: Abnormal circulating amino acid profiles in multiple metabolic disorders. Diabetes Res Clin Pract. 2017 Jul 21;132:45-58.

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Aminosäuren und kardiovaskuläre Ereignisse

Bisher wusste man nur wenig über die Aufnahme von Aminosäuren und dem Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Teilnehmer einer großen iranischen Studie wurden über einen Zeitraum von 6,7 Jahren beobachtet. Zu Beginn und nach Ablauf der Studie wurde die Protein- und Aminosäurenaufnahme ermittelt. Eine höhere Aufnahme von Glutaminsäure und Prolin erhöhte das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Eine höhere Nahrungszufuhr von schwefelhaltigen Aminosäuren sowie von Arginin, Glycin, Histidin, Leucin und Tyrosin verminderten das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.

Referenz:
Parvin Mirmiran et al.: Contribution of dietary amino acids composition to incidence of cardiovascular outcomes: A prospective population-based study. Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases, Available online 15 May 2017

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Leucin und Muskelproteinsynthese

Es ist bekannt, dass bei älteren Menschen die Muskelproteinsynthese schlechter wird, was darauf zurückzuführen ist, dass der Muskelstoffwechsel eine geringere Sensitivität für die Aminosäurenkonzentrationen hat, und die Muskelproteinsynthese deshalb schlechter auf die Aminosäurenkonzentrationen reagiert. Dem liegen Störungen der Muskelsignalwege zugrunde, insbesondere besteht eine Störung des mTORC1-Signalweges. Diese Störung der Proteinsynthese kann durch Veränderung der Eiweiß- und Aminosäurenzufuhr beeinflusst werden. Von großer Bedeutung ist hier insbesondere die Leucinsupplementierung. Problematisch ist allerdings, dass eine lang andauernde Hochdosis-Leucin-Supplementierung auch mögliche nachteilige Effekte hat, z.B. eine Förderung von Insulinresistenz und Tumorentstehung.

Referenz:
Jean-Pascal De Bandt: Leucine and Mammalian Target of Rapamycin–Dependent Activation of Muscle Protein Synthesis in Aging. J Nutr. 2016 Dec;146(12):2616S-2624S. Epub 2016 Nov 9.

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N-Acetylcystein bei Psychosen

Wissenschaftler aus Australien und Spanien untersuchten, inwieweit eine Zusatztherapie mit N-Acetylcystein (NAC) bei Patienten mit Schizophrenie und bipolarer Störung einen positiven Effekt hatte. 58 Studienteilnehmer erhielten entweder zwei Gramm N-Acetylcystein pro Tag oder ein Placebo-Präparat über 24 Wochen. Nach 24 Wochen hatte die NAC-Gruppe signifikant bessere Leistungen des Arbeitsgedächtnisses im Vergleich zur Placebo-Gruppe.

Referenz:
Rapado-Castro M et al.: Cognitive effects of adjunctive N-acetyl cysteine in psychosis. Psychol Med. 2016 Nov 29:1-11.

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Phenylalanin und Altern

Wissenschaftler aus Finnland und Italien untersuchten bei 812 Studienteilnehmern der Helsinki Birth Cohort Study die Konzentrationen verschiedener Aminosäuren und die Telomerenlänge von Leukozyten. Unter den untersuchten Aminosäuren bestand der stärkste inverse Zusammenhang zwischen der Phenylalaninkonzentration, die 5 Jahre früher gemessen wurde, und der Telomerenlänge. Dieser Zusammenhang war signifikant bei Männern, aber nicht bei Frauen. Offensichtlich können höhere Phenylalaninkonzentrationen den zellulären Alterungsprozess beschleunigen, dies aber nur bei Männern. Diese Studie gibt auch Hinweise dafür, dass die zellulären Stoffwechselwege, die das Alter regulieren, möglicherweise geschlechtsspezifisch sind.

Referenz:
Eriksson JG et al.: Higher serum phenylalanine concentration is associated with more rapid telomere shortening in men. Am J Clin Nutr. 2016 Nov 23. pii: ajcn130468.

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Taurinsupplementierung senkt Blutdruck

Forscher aus China untersuchten in einer randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudie den Effekt von Taurin auf den Blutdruck, die Dicke der Carotis Intima sowie verschiedene andere Parameter. 120 Studienteilnehmer mit Bluthochdruckneigung erhielten über einen Zeitraum von zwölf Wochen entweder 1,6 g Taurin oder ein Placebopräparat. Durch die Taurinsupplementierung verbesserte sich die Gefäßfunktion der prähypertensiven Patienten.

Referenz:
Wang B et al.: OS 12-04 Taurine supplementation lowers blood pressure and reduces carotid intima-media thickness in prehypertension. J Hypertens. 2016 Sep;34 Suppl 1 – ISH 2016 Abstract Book: e76-e77

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Tryptophan und Risiko für zukünftigen Typ-2-Diabetes

Chinesische Wissenschaftler untersuchten bei Teilnehmern der Shanghai-Diabetes-Studie, inwieweit die Konzentration von Tryptophan mit dem späteren Auftreten von Typ-2-Diabetes zusammenhing. Patienten mit höheren Tryptophanspiegeln zeigten tendenziell ein höheres Ausmaß an Insulinresistenz, erhöhte Triglyceride und einen erhöhten Blutdruck. Die Autoren der Studie halten also Tryptophan für einen Marker, der mit dem Diabetesrisiko in der chinesischen Bevölkerung assoziiert ist.

Referenz:
Chen T et al.: Tryptophan Predicts the Risk for Future Type 2 Diabetes. PLoS One. 2016 Sep 6;11(9):e0162192.

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