Vortrag: »Fit im Kopf«

Mikronährstoffe sind von zentraler Bedeutung für die psychische Befindlichkeit und für die Hirnleistungsfähigkeit.

  • Aber wie wirken Mikronährstoffe auf das Nervensystem?
  • Bei welchen Erkrankungen und  Störungen spielen sie eine große  Rolle?
  •  Gibt es überhaupt Mikronährstoffmängel?
  • Wie wird ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren oder Fettsäuren festgestellt und wie behoben?

Auf all diese Fragen wird in unserem Vortrag eingegangen, zu dem wir Sie recht herzlich einladen:

»Fit im Kopf «

Wie Mikronährstoffe Stimmung und Hirnleistung beeinflussen

Der Vortrag ist am Freitag, den 21.07.2017, um 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) und  in der Stadthalle Fürth, Raum „Rednitz“, Rosenstraße 50 statt.

Der Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Der Vortrag ist kostenfrei.

 

Praxis für Mikronährstoffmedizin
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstr. 9 – D-97828 Marktheidenfeld
Telefon: 0049/ (0)9394/ 9703-0 – Fax -33
E-Mail: info@diagnostisches-centrum.de
www.diagnostisches-centrum.de

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Aminosäuren und kardiovaskuläre Ereignisse

Bisher wusste man nur wenig über die Aufnahme von Aminosäuren und dem Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Teilnehmer einer großen iranischen Studie wurden über einen Zeitraum von 6,7 Jahren beobachtet. Zu Beginn und nach Ablauf der Studie wurde die Protein- und Aminosäurenaufnahme ermittelt. Eine höhere Aufnahme von Glutaminsäure und Prolin erhöhte das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Eine höhere Nahrungszufuhr von schwefelhaltigen Aminosäuren sowie von Arginin, Glycin, Histidin, Leucin und Tyrosin verminderten das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.

Referenz:
Parvin Mirmiran et al.: Contribution of dietary amino acids composition to incidence of cardiovascular outcomes: A prospective population-based study. Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases, Available online 15 May 2017

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Vitamin-D-Spiegel und Typ-2-Diabetes

Niedrige Serumspiegel von 25(OH)D kommen bei älteren Menschen relativ häufig vor und sind mit verschiedenen nachteiligen gesundheitlichen Effekten assoziiert. Wissenschaftler aus verschiedenen europäischen Ländern publizierten eine Metaanalyse zur Klärung der Frage, ob ein Vitamin-D-Mangel in prospektiven Studien bei älteren Menschen mit Diabetes assoziiert ist. In die Metaanalyse wurden neun Studien einbezogen. Die Auswertung der Daten zeigte, dass niedrigere Spiegel von 25(OH)D im Vergleich zu höheren Spiegeln das Diabetes-Risiko erhöhten.

Referenz:
Lucato P et al.: Low vitamin D levels increase the risk of type 2 diabetes in older adults: A systematic review and meta-analysis. Maturitas. 2017 Jun;100:8-15.

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Leucin und Muskelproteinsynthese

Es ist bekannt, dass bei älteren Menschen die Muskelproteinsynthese schlechter wird, was darauf zurückzuführen ist, dass der Muskelstoffwechsel eine geringere Sensitivität für die Aminosäurenkonzentrationen hat, und die Muskelproteinsynthese deshalb schlechter auf die Aminosäurenkonzentrationen reagiert. Dem liegen Störungen der Muskelsignalwege zugrunde, insbesondere besteht eine Störung des mTORC1-Signalweges. Diese Störung der Proteinsynthese kann durch Veränderung der Eiweiß- und Aminosäurenzufuhr beeinflusst werden. Von großer Bedeutung ist hier insbesondere die Leucinsupplementierung. Problematisch ist allerdings, dass eine lang andauernde Hochdosis-Leucin-Supplementierung auch mögliche nachteilige Effekte hat, z.B. eine Förderung von Insulinresistenz und Tumorentstehung.

Referenz:
Jean-Pascal De Bandt: Leucine and Mammalian Target of Rapamycin–Dependent Activation of Muscle Protein Synthesis in Aging. J Nutr. 2016 Dec;146(12):2616S-2624S. Epub 2016 Nov 9.

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N-Acetylcystein bei Psychosen

Wissenschaftler aus Australien und Spanien untersuchten, inwieweit eine Zusatztherapie mit N-Acetylcystein (NAC) bei Patienten mit Schizophrenie und bipolarer Störung einen positiven Effekt hatte. 58 Studienteilnehmer erhielten entweder zwei Gramm N-Acetylcystein pro Tag oder ein Placebo-Präparat über 24 Wochen. Nach 24 Wochen hatte die NAC-Gruppe signifikant bessere Leistungen des Arbeitsgedächtnisses im Vergleich zur Placebo-Gruppe.

Referenz:
Rapado-Castro M et al.: Cognitive effects of adjunctive N-acetyl cysteine in psychosis. Psychol Med. 2016 Nov 29:1-11.

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Phenylalanin und Altern

Wissenschaftler aus Finnland und Italien untersuchten bei 812 Studienteilnehmern der Helsinki Birth Cohort Study die Konzentrationen verschiedener Aminosäuren und die Telomerenlänge von Leukozyten. Unter den untersuchten Aminosäuren bestand der stärkste inverse Zusammenhang zwischen der Phenylalaninkonzentration, die 5 Jahre früher gemessen wurde, und der Telomerenlänge. Dieser Zusammenhang war signifikant bei Männern, aber nicht bei Frauen. Offensichtlich können höhere Phenylalaninkonzentrationen den zellulären Alterungsprozess beschleunigen, dies aber nur bei Männern. Diese Studie gibt auch Hinweise dafür, dass die zellulären Stoffwechselwege, die das Alter regulieren, möglicherweise geschlechtsspezifisch sind.

Referenz:
Eriksson JG et al.: Higher serum phenylalanine concentration is associated with more rapid telomere shortening in men. Am J Clin Nutr. 2016 Nov 23. pii: ajcn130468.

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Taurinsupplementierung senkt Blutdruck

Forscher aus China untersuchten in einer randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudie den Effekt von Taurin auf den Blutdruck, die Dicke der Carotis Intima sowie verschiedene andere Parameter. 120 Studienteilnehmer mit Bluthochdruckneigung erhielten über einen Zeitraum von zwölf Wochen entweder 1,6 g Taurin oder ein Placebopräparat. Durch die Taurinsupplementierung verbesserte sich die Gefäßfunktion der prähypertensiven Patienten.

Referenz:
Wang B et al.: OS 12-04 Taurine supplementation lowers blood pressure and reduces carotid intima-media thickness in prehypertension. J Hypertens. 2016 Sep;34 Suppl 1 – ISH 2016 Abstract Book: e76-e77

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Tryptophan und Risiko für zukünftigen Typ-2-Diabetes

Chinesische Wissenschaftler untersuchten bei Teilnehmern der Shanghai-Diabetes-Studie, inwieweit die Konzentration von Tryptophan mit dem späteren Auftreten von Typ-2-Diabetes zusammenhing. Patienten mit höheren Tryptophanspiegeln zeigten tendenziell ein höheres Ausmaß an Insulinresistenz, erhöhte Triglyceride und einen erhöhten Blutdruck. Die Autoren der Studie halten also Tryptophan für einen Marker, der mit dem Diabetesrisiko in der chinesischen Bevölkerung assoziiert ist.

Referenz:
Chen T et al.: Tryptophan Predicts the Risk for Future Type 2 Diabetes. PLoS One. 2016 Sep 6;11(9):e0162192.

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Verzweigtkettige Aminosäuren und Typ-2-Diabetes

US-Wissenschaftler untersuchten anhand von Daten der Nurses`Health Study und der Health Professionals Follow-up Study, ob die Aufnahme der verzweigtkettigen Aminosäuren das Risiko für Typ-2-Diabetes beeinflusste. Die Auswertung der Daten zeigte, dass eine hohe Aufnahme von verzweigtkettigen Aminosäuren mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert war.

Referenz:
Zheng Y et al.: Cumulative consumption of branched-chain amino acids and incidence of type 2 diabetes. Int J Epidemiol. 2016 Jul 13. pii: dyw143.

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N-Acetylcystein (NAC) bei Morbus Parkinson

US-Wissenschaftler untersuchten in einem Zellkulturversuch den Einfluss von N-Acetylcystein auf das Überleben dopaminerger Neurone. Das Ergebnis der Studie zeigte erstmalig einen direkten Effekt von NAC auf das dopaminerge System bei Parkinsonpatienten. Bei Patienten, die mit NAC behandelt wurden, konnte eine erhöhte Bindung des Dopamintransporters im Nukleos caudatus und Putanem nachgewiesen werden.

Referenz:
Monti DA et al.: N-Acetyl Cysteine May Support Dopamine Neurons in Parkinson’s Disease: Preliminary Clinical and Cell Line Data. PLoS One. 2016 Jun 16;11(6):e0157602.

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