Vortrag: »Fit im Kopf«

Mikronährstoffe sind von zentraler Bedeutung für die psychische Befindlichkeit und für die Hirnleistungsfähigkeit.

  • Aber wie wirken Mikronährstoffe auf das Nervensystem?
  • Bei welchen Erkrankungen und  Störungen spielen sie eine große  Rolle?
  •  Gibt es überhaupt Mikronährstoffmängel?
  • Wie wird ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren oder Fettsäuren festgestellt und wie behoben?

Auf all diese Fragen wird in unserem Vortrag eingegangen, zu dem wir Sie recht herzlich einladen:

»Fit im Kopf «

Wie Mikronährstoffe Stimmung und Hirnleistung beeinflussen

Der Vortrag ist am Freitag, den 07.04.2017, um 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) und findet im CongressCenter „Stadthalle am Schloss“, Schlossplatz 1in Aschaffenburg im Konferenzraum Dalberg (K2) statt.

Der Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Der Vortrag ist kostenfrei.

 

Praxis für Mikronährstoffmedizin
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstr. 9 – D-97828 Marktheidenfeld
Telefon: 0049/ (0)9394/ 9703-0 – Fax -33
E-Mail: info@diagnostisches-centrum.de
www.diagnostisches-centrum.de

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Einfluss von BCAA´s und Tyrosin auf Muskelvolumen und Zuckerstoffwechsel

Es ist bekannt, dass Metabolite des Aminosäurenstoffwechsels, einschließlich der verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA´s) und Tyrosin, den Zuckerstoffwechsel beeinflussen. Wissenschaftler aus Japan untersuchten den Zusammenhang bei gesunden Versuchspersonen, die weder Prädiabetes, noch Diabetes, noch Adipositas aufwiesen. Das Muskelvolumen sowie die Serumkonzentrationen der BCAA´s und von Tyrosin waren bei den Männern höher als bei den Frauen. Die Konzentrationen der BCAA´s korrelierten positiv mit dem Muskelvolumen, dem Nüchternblutzucker und der Nüchterninsulinkonzentration. Sie korrelierten negativ mit der HOMA-Insulinresistenz. Die Tyrosinkonzentration korrelierte positiv mit der Nüchterninsulinkonzentration.

Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Insulinsensivität und das Muskelvolumen bei Personen ohne Diabetes positiv mit der Konzentration der BCAA´s assoziiert sind.

Referenz:
Honda T,Kobayashi Y et al.: Associations among circulating branched-chain amino acids and tyrosine with muscle volume and glucose metabolism in individuals without diabetes; Nutrition. 2015 Dec 8. pii: S0899-9007(15)00464-5.

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Aminosäuren und Blutdruck

Britische Wissenschaftler fanden heraus, dass eine höhere Proteinaufnahme einen günstigen Effekt auf die Gefäßfunktion hat. Eine größere Aufnahme von Glutaminsäure, Leucin und Tyrosin war am stärksten mit der Pulswellengeschwindigkeit assoziiert. Eine höhere Aufnahme von Aminosäuren aus pflanzlichen Quellen war mit niedrigerem zentralen Blutdruck verbunden. Die Größenordnung der beobachteten Zusammenhänge war durchaus vergleichbar mit anderen Lifestylefaktoren. Eine vermehrte Aufnahme dieser Aminosäuren könnte also eine bedeutende und leicht verfügbare Möglichkeit sein, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermindern.

Referenz:
Jennings A, MacGregor A et al.: Amino Acid Intakes Are Inversely Associated with Arterial Stiffness and Central Blood Pressure in Women; J Nutr. 2015 Sep;145(9):2130-8. doi: 10.3945/jn.115.214700.

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Aminosäurenaufnahme bei älteren Menschen

Wissenschaftler aus Neuseeland bestimmten die Plasma-Aminosäuren-Konzentrationen nach einer proteinreichen Mahlzeit. Sie konnten aufzeigen, dass die Proteinaufnahme bei den älteren Erwachsenen deutlich langsamer war als bei den jüngeren Studienteilnehmern. Die höchsten Konzentrationen der essentiellen und verzweigtkettigen Aminosäuren wurde bei den jüngeren Erwachsenen eine Stunde nach der Nahrungsaufnahme festgestellt, während bei den älteren Erwachsenen der Spitzenwert erst drei Stunden nach der Mahlzeit erreicht wurde. Die verzögerte Aufnahme der Aminosäuren könnte die Proteinsynthese in der alternden Muskulatur verhindern oder zumindest verzögern.

Referenz:
A.M.Milan, R.F.D’Souza et al.: Older adults have delayed amino acid absorption after a high protein mixed breakfast meal; The journal of nutrition, health & aging, First online: 09 March 2015

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Aminosäurenmischung stimuliert Fettstoffwechsel

Japanische Wissenschaftler untersuchten den Effekt einer Aminosäurenmischung auf die Fettverbrennung. Die Mischung bestand aus den Aminosäuren Arginin, Alanin und Phenylalanin. Sie konnten nachweisen, dass die Einnahme von drei Gramm dieser Mischung vor einer körperlichen Anstrengung den Fettstoffwechsel stimuliert. Die genannte Aminosäurenmischung könnte also in Zusammenhang mit einer körperlichen Aktivität eine sinnvolle Ernährungsstrategie zur Verbesserung der Fettverbrennung sein.

Referenz:
Ueda K1, Nakamura Y et al.: Amino Acid Mixture Enriched with Arginine, Alanine, and Phenylalanine Stimulates Fat Metabolism During Exercise; Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2015 Aug 3.

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Aminosäuren und Fettstoffwechsel

Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München untersuchten, inwieweit erhöhte Konzentrationen der Triglyceride mit den Konzentrationen von Aminosäuren zusammenhängen. Die Untersuchung wurde im Rahmen der KORA-Studie durchgeführt.

Es wurden die Aminosäuren von 1614 Personen zwischen 55 und 74 Jahren bestimmt. Das Probandenkollektiv wurde über einen Zeitraum von sieben Jahren beobachtet. Erhöhte Konzentrationen von Leucin, Arginin, Valin, Prolin, Phenylalanin, Isoleucin und Lysin waren signifikant mit einem erhöhten Risiko für Hypertriglyceridämie  assoziiert. Dieser Zusammenhang blieb auch dann signifikant, wenn man sich auf Personen beschränkte, die keinen Typ-2-Diabetes entwickelten.

Die Autoren der Studie empfehlen weitere Untersuchungen zur Klärung der komplexen Rolle dieser Aminosäuren für die Pathogenese von Stoffwechselstörungen.

Referenz:
D. O. Mook-Kanamori et al.: Increased amino acids levels and the risk of developing of hypertriglyceridemia in a 7-year follow-up. J Endocrinol Invest 09.01.2014

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Tyrosin/ Phenylalanin beeinflussen körperliche Leistungsfähigkeit bei Hitze

Es ist bekannt, dass die Verabreichung von Tyrosin die Leistungsfähigkeit bei Hitze erhöht. Wissenschaftler aus Großbritannien untersuchten jetzt, welchen Einfluss ein Aminosäurengetränk ohne Tyrosin und Phenylalanin auf die körperliche Leistungsfähigkeit hat. Die Studie wurde bei acht männlichen Versuchsteilnehmern durchgeführt. Eine Stunde nach Verabreichung des Aminosäurengetränks wurden die Teilnehmer am Fahrradergometer bis zur Erschöpfung belastet. Die Gruppe der Teilnehmer, die ein tyrosinfreies Aminosäurengetränk erhielt, erwies sich als weniger belastbar.

Referenz:
Tumility L et al: Acute oral administration of a tyrosine and phenylalanine-free amino acid mixture reduces exercise capacity in the heat; Eur J Appl Physiol. 2013 Jan 4

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Melatonin und Tryptophan bei Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren

Melatonin und seine Vorstufe Tryptophan haben einen Schutzeffekt gegen Schleimhautläsionen, die durch Aspirin verursacht werden, und sie können auch Magengeschwüre schneller zur Abheilung bringen. Bisher war nicht bekannt, inwieweit Melatonin und Tryptophan auch bei Helicobakter pylori von Nutzen sind. In einer polnischen Studie wurde dies untersucht. Die Patienten erhielten entweder 2 x 20 mg Omeprazol mit Placebo oder mit 2 x 5 mg Melatonin oder mit 2 x 250 mg Tryptophan. Die Zugabe von Melatonin oder Tryptophan zu Omeprazol verbesserte signifikant die Wundheilungsrate bei Magen-Zwölffingerdarm-Geschwüren durch Helicobakter pylori im Vergleich zur Alleinbehandlung mit Omeprazol.

Referenz:
Celinski K et al.: Effects of melatonin and tryptohan on healing of gastric and duodenal ulcers with Helicobacter pylori infection in humans; J Physiol Pharmacol. 2011 Oct; 62(5): 521-6

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Argininsupplementierung bei Metabolischem Syndrom

Polnische Wissenschaftler untersuchten den Einfluss einer Argininsupplementierung auf Insulinresistenz und verschiedene andere Parameter bei Patienten mit viszeraler Adipositas. In die Studien wurden sechzig Patienten einbezogen, die über einen Zeitraum von drei Monaten entweder neun Gramm Arginin oder ein Placebopräparat erhielten. Als Kontrollgruppe dienten zwanzig schlanke Versuchspersonen.

In beiden Gruppen wurden neben der Insulinresistenz auch TNF-Alpha und der lösliche TNF-Rezeptor bestimmt. Zu Beginn der Studien lagen bei den übergewichtigen Patienten die Insulinspiegel sowie TNF-Alpha und HOMA-IR signifikant höher als bei den Kontrollpersonen. Eine dreimonatige Argininsupplementierung führte zu einer signifikanten Verbesserung der Insulinresistenz und der Insulinkonzentrationen. Die Konzentration von TNF-Alpha und dem löslichen TNF-Rezeptor wurde nur ganz leicht gesenkt.

Referenz:
Bogdanski P et al.: Effect of 3-month L-arginine supplementation on insulin resistance and tumor necrosis factor activity in patients with visceral obesity. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2012 Jun; 16(6):816-23

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Taurin schützt vor koronarer Herzerkrankung

Wissenschaftler aus New York fanden in einer Studie einen inversen Zusammenhang zwischen den Serumtaurinkonzentrationen und der koronaren Herzerkrankung bei Frauen mit erhöhten Serumcholesterinwerten. Die Studie wurde durchgeführt um den Effekt von Taurin auf das KHK-Risiko zu untersuchen. Höhere Taurinkonzentrationen waren bei den Frauen mit einem bis zu 34 Prozent reduzierten Risiko für KHK assoziiert. Besonders ausgeprägt war der Schutzeffekt bei den Frauen mit einem Gesamtcholesterin größer als 250 mg/ dl. Taurin ist also besonders protektiv gegen KHK, wenn hohe Serumcholesterinspiegel vorliegen. Aus der Studie ging außerdem hervor, dass Taurin auch das Risiko für Typ-2-Diabetes und arterielle Hypertonie reduzierte.

Referenz:
Foodconsumers.org: Got high cholesterol? Take taurine supplements. 28.08.2012

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