Taurinsupplementierung senkt Blutdruck

Forscher aus China untersuchten in einer randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudie den Effekt von Taurin auf den Blutdruck, die Dicke der Carotis Intima sowie verschiedene andere Parameter. 120 Studienteilnehmer mit Bluthochdruckneigung erhielten über einen Zeitraum von zwölf Wochen entweder 1,6 g Taurin oder ein Placebopräparat. Durch die Taurinsupplementierung verbesserte sich die Gefäßfunktion der prähypertensiven Patienten.

Referenz:
Wang B et al.: OS 12-04 Taurine supplementation lowers blood pressure and reduces carotid intima-media thickness in prehypertension. J Hypertens. 2016 Sep;34 Suppl 1 – ISH 2016 Abstract Book: e76-e77

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Antientzündlicher Effekt von Taurin

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 30 Patienten mit schweren Verbrennungen den Effekt einer Taurineinnahme. Die Hälfte der Verbrennungspatienten erhielt über einen Zeitraum von 10 Tagen zusätzlich 50 mg Taurin pro Kilogramm Körpergewicht. In der Tauringruppe kam es zu einem deutlichen Anstieg der Konzentration des antiinflammatorischen Zytokins Interleukin 10. Dieser Effekt war umso ausgeprägter, je größer die verbrannte Körperoberfläche war.

Referenz:
Sima Lak, Alireza Ostadrahimi et al.: Anti-Inflammatory Effect of Taurine in Burned Patients; Adv Pharm Bull, 2015, 5(4), 531-536

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Supplementierung vermindert Blutdruck

Wissenschaftler aus China untersuchten, ob eine Taurinsupplementierung in der Behandlung einer Hypertonie oder Prähypertonie vorteilhaft ist. In einer randomisierten Doppelblindstudie untersuchten sie den Einfluss von Taurin auf den Blutdruck und auf die Gefäßfunktion bei Patienten mit hochnormalem Blutdruck. Die Supplementierung von Taurin zeigte einen antihypertensiven Effekt. Zusätzlich konnte nachgewiesen werden, dass Taurin die endothelabhängige und endothelunabhängige Vasodilation verbesserte. Taurin erhöhte die Plasmakonzentration von Hydrogensulfit.

Referenz:
Sun Q, Wang B et al.: Taurine Supplementation Lowers Blood Pressure and Improves Vascular Function in Prehypertension: Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study; Hypertension. 2016 Mar;67(3):541-9

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Taurinspiegel bei Parkinsonerkrankung

Chinesische Wissenschaftler untersuchten bei Patienten mit Morbus Parkinson die Taurinkonzentrationen im Plasma und setzten sie in Beziehung mit den Krankheitssymptomen und mit Levodopa. Die Taurinkonzentrationen bei Parkinsonpatienten waren im Vergleich zu Kontrollpersonen vermindert und negativ mit motorischen Symptomen assoziiert. Die Parkinsonpatienten, die medikamentös behandelt wurden, zeigten niedrigere Plasma-Taurinspiegel als die nicht-behandelten Patienten. Es zeigte sich, dass der Taurinspiegel im Plasma negativ mit den eingenommen Levodopakonzentrationen korrelierte. Die Einnahme von Levodopa führt also zu Störungen des Taurinstoffwechsels.

Referenz:
Zhang L, Yuan Y, et al.: Reduced plasma taurine level in Parkinson’s disease: association with motor severity and levodopa treatment; Int J Neurosci. 2015 May 23:1-24.

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Taurin und Adipositas

Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosäure mit einem breiten Spektrum an Funktionen. Taurin kann auch Stoffwechselerkrankungen wie Hyperlipidämie, Diabetes und Bluthochdruck verbessern. Die 24-Stunden-Ausscheidung von Taurin ist ein Marker für die Taurinaufnahme mit der Nahrung und war invers mit dem Body-Mass-Index, dem Blutdruck und dem Cholesterin beim Menschen assoziiert. Das Stoffwechselprodukt Taurin-Chloramin kann den oxidativen Stress und die Entzündungsaktivität in Adipozyten  unterdrücken. Die Aktivität und Konzentration von Taurin im Fettgewebe und im Plasma ist während der Entwicklung eines Adipositas rückläufig, so dass ein Zusammenhang zwischen Taurinmangel und Adipositas anzunehmen ist.

Referenz:
Murakami S: The role of taurine in the pathogenesis of obesity; Mol Nutr Food Res. 2015 Mar 19. doi: 10.1002/mnfr.201500067.

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Taurin und Nebenwirkungen bei Chemotherapien

Bei 40 Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie untersuchten Wissenschaftler aus dem Iran, ob sich eine Taurinsupplementierung positiv auf Nebenwirkungen der Chemotherapie auswirkt. Bei den Studienteilnehmern der Tauringruppe verbesserten sich im Vergleich zur Placebogruppe signifikant Störungen des Geschmack- und des Geruchsinnes. Außerdem konnte bei den Patienten die Taurin supplementierten signifikant die Müdigkeit reduziert werden.

Referenz:
Islambulchilar M et al.: Taurine attenuates chemotherapy-induced nausea and vomiting in acute lymphoblastic leukemia; Amino Acids. 2014 Oct 17

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Taurin bei alkoholkranken Patienten

Taiwanische Wissenschaftler untersuchten bei chronischen Alkoholikern den Effekt von Taurin. Die Studienteilnehmer bekamen entweder sechs Gramm Taurin pro Tag, verteilt auf drei Dosen, oder ein entsprechendes Placebopräparat. Die Taurinsupplementierung ging über einen Zeitraum von drei Monaten. In der Tauringruppe kam es zu einer Verbesserung der Konzentrationen von AST und ALT, ebenso zu einem Abfall der Konzentrationen von Cholesterin, Triglyceriden, Bilirubin und freien Radikalen. Taurin dürfte eine wichtige Rolle für die antioxidative Kapazität spielen und hat einen günstigen Effekt auf Leberfunktionsparameter bei chronischen Alkoholikern.

Referenz.:
Hsieh YL et al.: Effect of taurine in chronic alcoholic patients; Food Funct. 2014 May 19

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Taurin könnte Keloidbildung vermindern

Keloide sind gutartige Hauttumore, die sich durch eine Fehlregulation der Wundheilung bilden. Es kommt zu einer starken Proliferation von Bindegewebszellen und zu einer vermehrten Kollagenproduktion. Für die Bildung der Keloide ist der Botenstoff TGF-Beta von großer Bedeutung.

Taurin könnte für die Behandlung von Keloiden eine wichtige Rolle spielen, da in verschiedenen Studien Taurin die Bildung von TGF-Beta und dadurch auch die Bildung von bindegewebigen Strukturen reduzieren konnte. Auch in der Bauchspeicheldrüse, Lunge und Leber verminderte Taurin die Bildung von TGF-Beta. Außerdem ist Taurin ein wichtiges Antioxidans und vermindert die Freisetzung von NF-Kappa B. Durch diesen entzündungshemmenden Effekt wird auch die Produktion von Interleukin 6 verhindert. Von letzterem ist bekannt, dass es die Bildung von Kollagen beschleunigt und das Wachstum von Keloiden fördert.

Taurin besitzt also verschiedene biochemische Eigenschaften, die dafür sprechen, dass diese Aminosäure zur Behandlung und Prävention von Keloiden eingesetzt werden kann.

Referenz:
M.A. Fallahzadeh et al.: Potential novel preventive effect of taurine versus keloid formation. Reviews, GAZZ MED ITAL – arch sci med 2012;171:65-7

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Taurin schützt gegen nitrosativen Stress

In einem Zellmodell mit menschlichen Schwann-Zellen wurden die biologischen Effekte von Taurin bei hohen Glucosewerten untersucht.

Die Schwann-Zellen sind ein Modell für die Pathogenese der diabetischen Neuropathie, da sie bekanntlich für die Myelin-Synthese zuständig sind. Bei Zugabe hoher Glucose-Konzentrationen zur Zellkultur stiegen verschiedene Parameter des nitrosativen Stesses an, was durch eine Zugabe von Taurin wieder verhindert werden konnte. Die Daten dieser Untersuchung zeigen, dass Taurin für die Prävention des nitrosativen Stresses in Schwann-Zellen eine wichtige Rolle spielt. Daraus kann auch abgeleitet werden, dass Taurin für die Entwicklung und Behandlung der diabetischen Neuropathie bedeutsam ist.

Referenz:
Askwith T et al: Taurine reduces nitrosative stress and nitric oxide synthase expression in high glucose-exposed human schwann cells; Exp. Neurol. 2011 Sep 17

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Taurin und Glucosestoffwechsel

Taurin kann verschiedene biochemische Veränderungen bei Diabetes mellitus günstig beeinflussen. Spanische Wissenschaftler untersuchten in einem Übersichtsartikel die Effekte von Glutamin bei Diabetikern. Es wurden vier wesentliche biologische Effekte von Taurin festgestellt. Taurin hat einen antioxidativen Effekt, es vermindert die Bildung von ROS in Mitochondrien. Taurin ist an der Osmoregulation beteiligt, indem es das osmotische Ungleichgewicht aufgrund der Hyperglykämie ausgleichen kann. Dazu kommt ein antiinflammatorischer Effekt, der darin besteht, dass die Bildung von Entzündungsmarkern verhindert wird. Außerdem wird die Glucosehomeostase durch zwei Mechanismen beeinflusst: Taurin verbessert die Insulinsekretion und beeinflusst die Insulinsignalwege. Die Autoren der Studie empfehlen aufgrund der derzeitigen Datenlage größere klinische Studien über Taurin in Bezug auf Prävention und Therapie des Diabetes mellitus.

Referenz:
C. De la Puerta et al.: Taurine and glucose metabolism: a review; Nutrición Hospitalaria 2010; 25(6): 910-919

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